Siemens Digital Logistics entwickelt die Logistik der Zukunft

Logistikberatung und Software-Lösungen aus einer Hand: Mit dem Ziel, zukunftsweisender Anbieter für die Digitalisierung logistischer Prozesse zu werden, haben die Spezialisten für Sortiertechnik und Logistiklösungen im Hause Siemens eine strategische Fusion vollzogen.

Mitte 2018 übernimmt Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics (SPPAL) die Karlsruher Logistikconsulting- und Software-Gesellschaft LOCOM. Kurz darauf erhält die Siemens-Tochtergesellschaft AXIT aus Frankenthal ihren neuen Namen, unter dem Ende 2018 schließlich alle Gesellschaften verschmelzen: Siemens Digital Logistics GmbH. „In der Logistikbranche existieren viele gute Insellösungen“, sagt Uwe Schumacher, Vice President Business Development bei Siemens Digital Logistics. „Im großen Zusammenspiel könnte die Branche jedoch mehr Einfluss auf die gesamte Wertschöpfungskette von Unternehmen haben und sich zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor entwickeln.“ Hier setzt das Frankenthaler Unternehmen an und bündelt das Know-how für ein ganzheitliches digitales Management von Wertschöpfungsnetzen und Lieferketten. Insgesamt 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über Beratungserfahrung in 20 Branchen aus Industrie, Handel und Logistik.

Die cloudbasierte Logistikplattform AX4 als mobile App

Von AXIT stammt die cloudbasierte Logistikplattform AX4 für den Bereich Supply Chain Execution mit weltweit rund 300.000 Nutzern. Sie standardisiert die Kommunikation und Steuerung der Logistiknetze von Unternehmen und Spediteuren weltweit, egal wie unterschiedlich ihre jeweilige IT-Anbindung ist. LOCOM bringt mit der Fusion eine Logistikconsulting- und eine Software-Gesellschaft für innovative Planungs-, Simulations- und Optimierungssoftware bei Siemens Digital Logistics ein.

AX4 liefert alle relevanten Daten der Lieferkette auf einen Blick

Als ein weltweit führender Anbieter von Sortiertechnik ist SPPAL im Softwarebereich unter anderem spezialisiert auf digitale Lösungen für die Intralogistik im Brief-, Paket- und Flughafenmarkt – beispielsweise zur Optimierung von Warenströmen im Air-Cargo-Bereich.

Supply Chain Management auf Grundlage des Internets der Dinge

„Durch die fortschreitende Digitalisierung lassen sich auf jedem Meter der Supply Chain Daten erzeugen. Entscheidend wird sein, aus diesen Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen“, konstatiert Schumacher. „Hierfür ist einerseits eine innovative und leistungsfähige IT-Infrastruktur gefragt, aber auch die Erfahrung und Branchenexpertise, um aus Daten Mehrwert zu generieren.“

Ein weites Feld für Innovationen bietet die Zusammenführung Industrie 4.0 und Logistik 4.0 über das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz: IoT). Schumacher nennt beispielhaft den Bereich Predictive Maintenance: „Mithilfe der jeweiligen IoT-Plattformen wird bei einer Abweichung vom Normalbetrieb einer Maschine automatisch das benötigte Ersatzteil bestellt, die Lieferkette in Gang gesetzt und der Service-Techniker für den Einbau geordert. “

Denkbar sind auf Basis der Logistikplattform AX4 auch Projekte im Air-Cargo-Bereich für die Abstimmung von Terminen bzw. weiteren landseitigen Cargo-Aktivitäten zwischen Spediteuren, Agenten und Fluglinien. Ein solcher Ansatz ist leicht um das Element Real-Time-Tracking erweiterbar. Auf diese Weise profitieren die beteiligten Akteure von einer erhöhten Informationsqualität und effizienteren Abstimmungsprozessen im Cargo-Bereich des Flughafens, betont Schumacher. Hierzu verfügt Siemens Digital Logistics über ein weltweites Netzwerk an Eco-System-Partnern. 

Darüber hinaus lassen sich mit der Supply Chain Suite von Siemens Digital Logistics die vorhandenen Daten aus AX4 verwenden, um strategische und taktische Planungsprobleme zu simulieren. Dazu werden die Daten permanent in einem iterativen Prozess mit höherer Taktung analysiert. Die so optimierten Ergebnisse werden der operativen Steuerung der Flughafenströme zugeführt. Dies ist laut Schumacher Bestandteil des Modells des „Digitalen Zwillings in der Supply Chain“ von Siemens Digital Logistics.

Text: Marion Frahm
Fotos & Video: Siemens

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