Scope: Auf Erfolgskurs um die Welt

Scope heißt die internationale Speditionssoftware für Luft- und Seefracht sowie für Zollanwendungen, die seit 2010 auf internationalem Erfolgskurs fliegt. Sie ermöglicht die Kommunikation zwischen allen Prozessbeteiligten und Systemen und ist offen für jeden Partner, der in der Logistikkette eine elektronische Anbindung sucht. Der Funktionsumfang ist groß und reicht beispielsweise von der automatischen Erstellung elektronischer Luftfrachtbriefe über Compliance Checks bis hin zur detaillierten Übersicht von Kosten und Erlöse aller Geschäftsvorgänge.

„Wir sind mit Scope zwar noch nicht weltweit vertreten …“, erklärt Dr. Tobias Riege bescheiden, um dann doch ein wenig stolz hinterherzuschieben: „… aber schon in 34 Ländern auf drei Kontinenten präsent.“ Er ist zusammen mit Christian und Gabriele Riege Geschäftsführer der Riege Software International GmbH mit Sitz in Meerbusch. Hier wurde Scope erdacht, entwickelt und vertrieben. „Diese 34 Länder repräsentieren die Schlüsselmärkte der Logistik in Europa, Asien und Nordamerika“, so Riege weiter. „Über 450 Kunden nutzen hier bereits unsere Software.“

Die Riege-Erfolgsgeschichte begann 1985, als sich Firmengründer Johannes Riege, Eheman von Gabriele und Vater von Christian und Tobias, selbstständig machte. Mit dem „Professional Carriage System“, kurz Procars, entwickelte er schließlich sein erstes eigenes Produkt. Dieses Transport-Management-System zählte zu den Pionieren im Markt und ist bis heute bei verschiedenen Riege-Kunden in aller Welt im Einsatz. „Wir haben damit einen neuen Industriestandard gesetzt“, blickt Dr. Riege zurück: „Die Ergebnisse waren höchste Kundenzufriedenheit und Loyalität bis auf den heutigen Tag. Obwohl wir Procars seit 2006 nicht mehr fortführen, wird das System aktuell immer noch weltweit erfolgreich eingesetzt.“

Schnell wuchs die Zahl der Kunden auch im Ausland, 1991 gründete Johannes Riege die erste Niederlassung in den USA, 1994 kam eine Dependance in Hongkong hinzu. Während einer strategischen Konsolidierungsphase entwickelte Christian Riege das neue Produkt Scope. In den Wachstumsmärkten Schweiz, Niederlande, Hongkong und Mexiko machte das IT-Haus anschließend weitere Niederlassungen auf.

„Durch den guten Ruf unseres Produktes Procars standen uns die Türen für die weitere Reise auch von Scope weit offen“, erinnert sich Dr. Tobias Riege. „Wegen seiner unvergleichlichen Funktionalität und unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten ist Scope sowohl für kleinste als auch für größte Unternehmen wie geschaffen.“ So zählt beispielsweise DB Schenker Logistics ebenso zu den Referenzkunden wie der auf den Lufttransport von Pferden spezialisierte Dienstleister TransHorse aus Dissen. „Wir hatten Kunden, die uns ein so großes Vertrauen schenkten, dass sie unsere Anwendung gleichzeitig in zwölf internationalen Niederlassungen einführten“, so Dr. Riege weiter. Für den Geschäftsführer ist die Reise seines Erfolgsproduktes um die Welt noch lange nicht zu Ende: „Wir sind gespannt, wann wir einen Kunden aus Land Nummer 35 gewinnen können.“

So funktioniert Scope

Das Transport-Management-System Scope besteht aus einer Vielzahl von komfortabel zu bedienenden, kompatiblen und transparent kalkulierbaren Modulen. Sie sollen den Benutzer dabei unterstützen, alle in der Luft- und Seefracht sowie bei der Zollabwicklung anfallenden Prozesse, wie beispielsweise die Konsolidierung und Abwicklung von Sammelgutsendungen, zu vereinfachen.Arbeitsabläufe werden dadurch beschleunigt, die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden gesteigert und die Wirtschaftlichkeit durch e-freight bzw. die automatisierte Erstellung des multilateralen E-Luftfrachtbriefs (e-AWB) verbessert. Eine Besonderheit ist, dass Scope den Anwendern ausschließlich als Software as a Service (SaaS) in der Riege-Cloud zur Verfügung gestellt wird. Die Kunden sparen dadurch hohe Einmal-Investitionen in ihre IT-Infrastruktur und profitieren gleichzeitig von hoher Verfügbarkeit, automatisierten Updates oder einem mobilen Datenzugriff.

Dr. Tobias Riege zum Vorstandsmitglied der ACCF gewählt

Seit dem 7. Juni 2018 ist Dr. Tobias Riege Mitglied des Vorstandes der Air Cargo Community Frankfurt (ACCF). Um die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfrachtstandortes FRA zu steigern, haben sich über 50 Spediteure, Airlines, Cargo Handler und weitere Dienstleister aus allen Bereichen der Prozesskette im ACCF zusammengeschlossen. Riege konnte sich gegen einen zweiten Kandidaten durchsetzen, möchte seine Wahl aber nicht als Sieg verbuchen: „Ich habe keine Wahl gewonnen, ich habe einen Vertrauensvorschuss und einen Auftrag erhalten. Jetzt muss ich liefern. Und ich werde liefern.“

Riege beim Frankfurt Air Cargo Innovation Lab

Nach 2017 ist Riege Software auch 2018 wieder als Sponsor des Frankfurt Air Cargo Innovation Lab mit an Bord. Zu diesem Branchentreff lädt der Flughafenbetreiber Fraport in Kooperation mit den Medien DVZ und Air Cargo News ein.

Text von Behrend Oldenburg
Abbildungen: Riege

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