Perishable Center Frankfurt: Mehr Frisches für die Welt

Ob Fisch, Fleisch, Rosen oder Pharmaprodukte – das Perishable Center Frankfurt (PCF) spielt in der weltweiten Logistik als Umschlagplatz für verderbliche Waren eine zentrale Rolle. Direkt auf dem Flughafen Frankfurt gelegen, ist das PCF der Knotenpunkt für jene Produkte, die vor dem Weitertransport in alle Himmelsrichtungen fachgerecht gekühlt werden müssen. Dank der direkten Anbindung an Vorfeld und Straße ist der Durchfluss von Perishables binnen kurzer Zeit gegeben.

Geschäftig, aber nie hektisch geht es zu im Perishable Center Frankfurt, wo in Spitzenzeiten täglich bis zu 700 Tonnen frischer Ware umgeschlagen werden – Tendenz steigend. Weiter wachsen wird auch der Logistikmarkt für Nahrungsmittel: Die Marktanalysten des WorldACD gehen bis 2020 von einem jährlichen Plus von rund 5,5 Prozent aus. Davon profitiert auch die Luftfracht. Belastbare Zahlen zur Entwicklung des Marktsegments Perishables, an dem Früchte und Gemüse mit 47 Prozent den größten Anteil haben, stammen aus dem Jahr 2015: Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich das Volumen von per Luftfracht transportierten Früchten und Gemüse um 6 Prozent, von Fisch und Seafood um 8 Prozent, von Blumen um 9 Prozent und von Fleisch um 12 Prozent erhöht.

Vom Vorfeld des Flughafens gelangt die sensible Fracht auf kürzestem Weg ins PCF.

Die etwa 120 Mitarbeiter im Perishable Center Frankfurt sind eingespielt, routiniert und bestens im Umgang mit unterschiedlichen Warengruppen geschult. Alle Prozesse greifen perfekt ineinander, damit die Handling- und Transitzeit von vier bis sechs Stunden für die sensiblen Frachtgüter zuverlässig eingehalten werden kann.

Das ist auch nötig, denn das PCF trägt eine enorme Verantwortung – alle verderblichen Waren, die in den 20 von -25 bis +25 °C temperierten Kühlhallen des Unternehmens zwischengelagert werden, sollen schließlich ihren Bestimmungsort möglichst schnell, frisch und im besten Zustand erreichen.

Die Kühlkette muss in jedem Fall streng eingehalten werden – kurze Wege direkt vom Flugzeug bis in die Lagerhallen des PCF, Thermotransporter mit automatischer Temperaturregelung sowie Vakuum- und Fastcooler-Systeme helfen, Qualitätsverluste effektiv zu vermeiden.

Jede Warengruppe erfordert eine ganz spezielle Behandlung. So bietet das PCF etwa für Fisch das Nachbeeisen und Neuverpacken unter Kontrolle des Veterinäramts an. Mehr als 200 Sensoren kontrollieren rund um die Uhr die Einhaltung der Hallentemperaturen. Sollte es trotzdem einmal zu Störungen kommen, sorgt die durchgehend redundant ausgelegte Kühltechnik für maximale Betriebssicherheit.

Warenlagerung und Abwicklung aller Formalitäten

Gut geschulte Mitarbeiter garantieren eine lückenlose Kühlkette.

Ein weiterer Vorteil: Als zugelassener EU-Grenzkontrollpunkt („Port of First Entry“) bietet das PCF neben der kompetenten Warenlagerung auch die komfortable Abwicklung aller Formalitäten an: von der zollrechtlichen Abfertigung bis hin zur engen Zusammenarbeit vor Ort mit der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle Hessen, dem Pflanzenschutzdienst Hessen und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Das PCF kann natürlich nur die optimale Behandlung der Waren in den eigenen Kühlhallen gewährleisten. Deshalb stehen die PCF-Kühlexperten Kunden in aller Welt in Fragen der richtigen Verpackung und zollamtlicher Anforderungen jederzeit unter der Info-Nummer +49 (0) 69 69 502 233 beratend zur Seite.

Text von Herbert Aichinger und Bernd Maresch
Fotos: Andre Zelck

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